Pfotenpflege leicht gemacht

besonders wichtig im Winter & Sommer

Die Pfoten deines Hundes sind täglich
starken Belastungen ausgesetzt: rauer Untergrund, Kälte, Hitze oder
Streusalz. Trotzdem werden sie oft vernachlässigt. Dabei ist eine gute
Pfotenpflege beim Hund entscheidend für Gesundheit, Bewegungsfreude und
Wohlbefinden - vor allem im Winter und im Sommer.

In diesem Artikel erfährst du, warum Pfotenpflege so wichtig ist, worauf du je nach Jahreszeit achten solltest und wie du Hundepfoten richtig pflegst.

Hundepfoten bestehen aus Ballen, Haut, Krallen und feinen Zwischenräumen. Diese Bereiche sind empfindlich und können schnell Schaden nehmen

Was wir nicht wollen

Ungepflegte Ballen werden schnell spröde und rissig. Schmutz und zu langes Fell zwischen den Zehen begünstigen Entzündungen und bieten Parasiten oder Streusalz einen idealen Haftgrund. Zudem verliert das Fell seinen Schutzcharakter, wenn es verfilzt und glanzlos wirkt.

Was wir stattdessen wollen

Eine gesunde Pfote zeichnet sich durch elastische, geschmeidige Haut und sauber getrimmtes Zwischenzehenfell aus. Dies beugt nicht nur Schmerzen beim Laufen vor, sondern verhindert auch das gefährliche Rutschen auf glatten Böden.

Hand aufs Herz: Würdest du gerne barfuß über Splitt oder heißem Asphalt laufen, wenn deine Haut rissig ist? Das Vorher-Bild zeigt deutlich den Stress, dem viele Hundepfoten täglich ausgesetzt sind. Dreckiges, glanzloses Fell und tief sitzende Risse in der Haut sind nicht nur ein optisches Makel – sie sind ein Einfallstor für Bakterien.

Mit der richtigen Routine aus Reinigung und Feuchtigkeitsschutz verwandelst du beanspruchte „Problem-Pfoten“ zurück in belastbare Tatzen.

Hygiene

Sauberes, gekürztes Fell reduziert das Risiko für Zwischenzehen-Ekzeme.

Feuchtigkeit

Spezielle Pfotenbalsame versiegeln die Haut und machen sie widerstandsfähig.

Glanz

Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist oft das erste Zeichen für eine optimale Nährstoffversorgung von innen und außen.

Quick Guide zur richtige Pflege

Reinigung nach dem Gassigang

Schmutz, Streusalz und kleine Fremdkörper (wie Grannen oder Split) sollten sofort entfernt werden.

• Tipp: Ein kurzes lauwarmes Pfotenbad oder das Abwischen mit einem feuchten, weichen Tuch genügt meistens.

Fell zwischen den Ballen kürzen

Zu langes Fell zwischen den Zehen sammelt Dreck, bildet schmerzhafte Filzknoten und bietet im Winter eine Haftfläche für Eisklumpen.

• Vorgehen: Nutze eine abgerundete Pfotenschere, um das Fell vorsichtig auf die Höhe der Ballen zu trimmen. Dies verbessert auch den Halt auf glatten Böden.

Krallen kontrollieren

Zu lange Krallen verändern die Statik der Pfote und können zu Gelenkproblemen führen.

• Die Faustregel: Wenn du die Krallen auf hartem Boden klackern hörst, ist es Zeit für ein Kürzen mit einer speziellen Krallenzange oder einer Feile.

Feuchtigkeit & Schutz

Spröde und rissige Haut ist anfällig für Entzündungen.

• Anwendung: Massiere regelmäßig einen speziellen Pfotenbalsam, Hirschtalg oder Kokosöl ein.

• Wichtig: Verwende keine parfümierten Cremes für Menschen, da diese den pH-Wert der Hundehaut stören können.

FAQs

Wie oft sollte ich die Pfoten meines Hundes eincremen?

Das hängt stark von der Belastung und der Jahreszeit ab. Im Winter (bei Streusalz und Eis) oder im Sommer (bei heißem Asphalt) empfiehlt sich eine Pflege 2–3 Mal pro Woche. Wenn die Ballen sehr trocken oder rissig sind, kannst du täglich eine dünne Schicht Pfotenbalsam auftragen.

Warum leckt mein Hund seine Pfoten nach dem Spaziergang?

Häufiges Lecken kann ein Zeichen für Reizungen durch Streusalz, kleine Fremdkörper (wie Grannen) oder Allergien sein. Reinige die Pfoten gründlich mit lauwarmem Wasser. Hält das Lecken an, solltest du die Ballen auf Risse oder Entzündungen untersuchen.

Kann ich normale Vaseline oder Melkfett verwenden?

Ja, Vaseline oder Melkfett bilden eine gute Schutzschicht gegen Nässe und Salz. Achte jedoch darauf, dass die Produkte keine Parfümstoffe oder Zusätze enthalten, da Hunde die Salbe oft ablecken. Spezieller Pfotenbalsam mit Bienenwachs oder Kokosöl ist oft atmungsaktiver.

Woran erkenne ich, dass die Krallen zu lang sind?

Ein einfaches Indiz: Wenn dein Hund auf hartem Boden (Parkett, Fliesen) steht und die Krallen den Boden berühren oder man ein klackerndes Geräusch beim Gehen hört, sind sie zu lang. Zwischen Kralle und Boden sollte im Stehen immer ein Blatt Papier passen.

Was tun bei rissigen Ballen?

Bei tiefen Rissen solltest du die Pfote zunächst reinigen und desinfizieren. Trage anschließend einen regenerierenden Balsam auf und ziehe dem Hund ggf. für kurze Zeit eine saubere Socke an, damit die Pflege einwirken kann und der Hund nicht direkt wieder leckt.